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Lesen kann ich gut. Darüber schreiben übe ich noch. 

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Einmal Sehnsucht und zurück

Sehnsucht ist ein Notfall - Sabine Heinrich

 

Hallo Ihr Lieben und Herzlich Willkommen den Neuzugängen! 

 

Wie schön, dass Ihr noch hier seid, wo ich es doch schon wieder so lange nicht war. Aber da ich zur Zeit wieder einigermaßen so etwas wie Leseroutine aufbaue, dachte ich, beglücke ich Euch doch mal wieder mit ein paar Lesetips. Und einer folgt sofort:

 

Sehnsucht ist ein Notfall von Sabine Heinrich

 

Das sagt der Verlag: 

 

»An einem sonnigen Tag im Januar gingen wir ins Meer und schrien vor Glück.«

Am Tag vor Silvester bekommt Eva einen Anruf von ihrer Oma: Sie macht mit Opa Schluss und verlässt ihn. Nach sechzig Jahren Ehe. Und Eva? Liebt ihren Freund. Es ist gut, wie es ist. Aber reicht »gut« in einer Beziehung aus? Kann es anders besser sein?
Eva und Johannes sind beide über dreißig und leben seit ein paar Jahren zusammen. Johannes liebt seinen Job als Lehrer und Eva ihren als Physiotherapeutin. Eva will vielleicht ein Kind, Johannes nicht. Darüber reden sie nicht, denn eigentlich ist die Sache entschieden. Aber dann stolpert Eva Hals über Kopf in eine Affäre mit Tobias, dem jungen Vater eines ihrer kleinen Patienten. Eigentlich ist es nur eine Nacht – aber passiert das, wenn man glücklich ist?
Als ihre Oma anruft und erzählt, dass sie es zu Hause nicht mehr aushält, beschließen die beiden: Wir hauen ab! Nach Italien, ans Meer. Familie und Freunde sind in Aufruhr, Johannes und Tobias schicken eine SMS nach der anderen. Aber es geht ums Eingemachte: Kann man immer wieder neu anfangen? Wie viele Kompromisse verträgt eine Beziehung? Wird man glücklich ohne Kinder? Und vor allem: Wie wird man Sophia Loren?
Sabine Heinrichs Debüt ist ein ganz besonderer Generationenroman: eine turbulente Road Novel über zwei Frauen vor einer großen Entscheidung, eine komisch-melancholische Fahrt durch Italien im Januar und eine hinreißend leicht erzählte Geschichte über das Verlangen nach Verlangen.

 

Und ich sage:

 

Inhaltlich ist dem oben gesagten kaum etwas hinzuzufügen, ohne das Lesevergnügen auf die ein oder andere Art zu trüben.

Eva steht zwischen zwei Männern, Oma zwischen zwei Leben, beide stecken fest. Was jetzt? Einfach weitermachen wie bisher? Oder die Türen, die sich einen Spalt breit geöffnet haben, weiter aufstoßen? Und worauf lassen sie sich dabei bloss ein? Es dauert nicht lange, bis die wichtigen Fragen aufs Tablett kommen: Was will ich eigentlich wirklich mit meinem Leben anfangen? Oma und Eva brauchen Raum, Raum zum Nachdenken. Und packen kurzerhand die Koffer und fahren los. Ohne Ziel, ohne Plan, nur Miteinander, einem Handy und einer Straßenkarte. Und manchmal ist es so, dass man dem Zufall einfach ein bisschen Raum lassen muss, um zu erkennen, was wirklich wichtig ist im Leben. 

 

Sabine Heinrich hat ein tolles Buch über die Sehnsucht geschrieben, dass seinem Namen alle Ehre macht. Zu Beginn musste ich mich erst mal an die doch streckenweise recht saloppe Sprache gewöhnen, aber nachdem sich Eva in die scheinbar ausweglose Situation zwischen zwei Männern manövriert hat, hat mich das Buch vollends gefangen genommen und ich wollte es kaum noch aus der Hand legen. Die Geschichte ist fröhlich leicht erzählt, obwohl sie sich um lebensverändernde Entscheidungen dreht, und brachte mich möglicherweise gerade deshalb auch selbst zum Nachdenken. 

Macht Sehnsucht.  

Ein Genie beherrscht das Chaos

Magic Cleaning - Marie Kondō

Vereinfachen Sie Ihr Leben!
Kaum jemandem macht es Spaß, aufzuräumen und sich von Dingen zu trennen. Die meisten von uns haben einfach nie gelernt, wirklich Ordnung zu halten. Denn auch beim Aufräumen gibt es den berühmten Jo-Jo-Effekt. Doch mit Marie Kondos bahnbrechender Methode, die auf wenigen simplen Grundsätzen beruht und dabei höchst effektiv ist, wird die Beschäftigung mit dem Gerümpel des Alltags schon mal zu einem Fest. Und die Auswirkungen, die «Magic Cleaning» tatsächlich auf unser Denken und unsere Persönlichkeit hat, sind noch viel erstaunlicher. Der Generalangriff auf das alltägliche Chaos macht uns zu selbstbewussten, zufriedenen, ausgeglichenen Menschen.
Der Nr.-1-Bestseller aus Japan – über eine Million verkaufte Exemplare
«Die Magie des Aufräumens: Marie Kondo befreit nicht nur Ihr Zuhause von unnötigem Ballast, sondern auch Ihre Gedanken.» Thorsten Havener

 

Dieses Buch fiel mir aus Versehen in die Hände und hat mich auf Anhieb neugierig gemacht. Im Traum hätte ich nie nach so einem Buch gesucht. Ich lebe nach der oben stehenden Maxime. Oder lebte. Oder plane danach lange genug gelebt zu haben. Noch stehe ich unter den direkten Nachwirkungen des Buches und der gute Wille ist groß...

 

Marie Kondo ist Aufräumberaterin. Sie gibt Kurse und praktische Anleitung in Form von Hausbesuchen mit großen Mülltüten im Gepäck. Und ihre Philosophie/Aufräumstrategie ist eigentlich schnell zusammengefasst: Wirf weg was Dich nicht glücklich macht, für alles andere suche einen festen Platz. Klingt jetzt erst mal reichlich unspektakulär, scheint aber zu wirken. Sie stellt im Buch eine bestimmte Reihenfolge vor, nach der man sich seines Besitzes bewußt werden soll und verrät Tricks wie man beim Aussortieren und Aufräumen am besten vorgeht. Ich habe nach diesen Regeln bereits meinen Kleiderschrank auf den Kopf gestellt und was soll ich sagen, ich bin von dem Ergebnis so begeistert, dass ich in Kürze mit dem Bücherregal weitermachen werde. Ja, das Bücherregal! Ein heikles Thema! Ihr könnt ja sicher verstehen wovon ich hier rede. Mal sehen ob sich diese Strategie auch in dem Bereich erfolgreich für mich umsetzen lässt. Aber zurück zum Kleiderschrank. Meiner ist jetzt halbleer!! Ich habe sage und schreibe 7 Säcke Klamotten entsorgt. Wer hätte geahnt, dass so viel Klamotten in meinem Schrank hängen. Jetzt sind nur noch Sachen drin, die ich jeden Tag sofort anziehen möchte. Dem "Ich habe nichts anzuziehen"-Gefühl hab ich damit schon mal einen ordentlichen Tritt in den Hintern verpasst. Und ich muss gestehen es fühlt sich gut an, endlich wieder etwas mehr Platz zu haben. 

In eine Aufräumfanatikerin, wie Frau Kondo sie zu sein scheint, werde ich mich aber sicher nicht verwandeln. Manche Ansätze sind tatsächlich meiner Meinung nach etwas übertrieben. Die gute Frau hat zwar tolle Strategien ist aber auch ein wenig besessen. Aber für diesen ungewöhnlichen Beruf braucht man das wohl...

Alles in allem kann ich das Buch aber empfehlen, wenn man das Aufräumen mal von Grund auf lernen und für sich entdecken möchte. Es sind viele gute Tipps enthalten und Frau Kondo erläutert anschaulich welch positiven Effekte ein aufgeräumtes Zuhause haben können. Das motiviert mitzumachen. 

 

 

Danke und Abgang. Jetzt dürft Ihr mich für verrückt erklären. ;) 

 

PS: Ich lese gerne Sachbücher. 

Mein erstes Buch 2014: Klassische Detektivgeschichte mit feingezeichneten Charakteren

Der Ruf des Kuckucks: Roman - Robert Galbraith

Na das hat ja super geklappt bisher mit meinem Vorsatz für dieses Jahr! *Hust* 

 

Also, dann hol ich mal nach, was ich den ganzen Januar durch versäumt habe und versuche ein paar Posts aufzuholen. Mein erstes Buch des Jahres hab ich schon vor ein paar Wochen zufrieden zugeschlagen: Der Ruf des Kuckucks. 

 

"Als das berühmte Model Lula Landry von ihrem schneebedeckten Balkon im Londoner Stadtteil Mayfair in den Tod stürzt, steht für die ermittelnden Beamten schnell fest, dass es Selbstmord war. Der Fall scheint abgeschlossen. Doch Lulas Bruder hat Zweifel – ein Privatdetektiv soll für ihn die Wahrheit ans Licht bringen. 

Cormoran Strike hat in Afghanistan körperliche und seelische Wunden davongetragen, mangels Aufträgen ist er außerdem finanziell am Ende. Der spektakuläre neue Fall ist seine Rettung, doch der Privatdetektiv ahnt nicht, was die Ermittlungen ihm abverlangen werden. Während Strike immer weiter eindringt in die Welt der Reichen und Schönen, fördert er Erschreckendes zutage und gerät selbst in große Gefahr …

Ein fesselnder, einzigartiger Kriminalroman, der die Atmosphäre Londons eindrucksvoll einfängt – von der gedämpften Ruhe in den Straßen Mayfairs zu den versteckten Pubs des East Ends und dem lebhaften Treiben Sohos. "Der Ruf des Kuckucks“ ist das hochgelobte Krimidebüt von J.K. Rowling, geschrieben unter dem Pseudonym Robert Galbraith, in dem sie mit Cormoran Strike einen ungewöhnlichen Ermittler präsentiert."

 

Eigentlich brauche ich hier der Beschreibung des Verlags kaum etwas hinzuzufügen. Ich fand das Buch toll! Ich mag solche klassischen Detektivgeschichten / Krimis und brauche nicht unbedingt viel Blut oder Brutalität. Es ist fesselnd und unterhaltsam geschrieben und wird von den interessanten und ungewöhnlichen Charakteren getragen, in die ich richtiggehend vernarrt war. (Glücklicherweise schreit das Buch förmlich nach einer Fortsetzung. Ich hoffe Frau Rowling lässt sich durch ihre vorzeitige Enttarnung nicht davon abhalten sie zu schreiben.) 

Ein wenig schade finde ich die Übersetzung des Titels, der auf Englisch "The Cuckoo's Calling" lautet. Die gute (und tote) Lula heißt nämlich mit Spitznamen 'Cuckoo' und eines der Rätsel die Cormoran lösen muss, ist das um ihre seltsamen Anrufe, die sie am Tag ihres Todes geführt hat. Der deutsche Titel hat hingegen schlichtweg überhaupt nichts mit dem Buch zu tun... Aber da kann ja J.K. nichts dafür...

Einen halben Stern habe ich abgezogen, weil es an ein bis zwei Stellen leichte Längen gab. Allerdings sind die im Nachhinein kaum der Rede wert. Die Story und die Charaktere haben mich voll und ganz überzeugt. Es war mir ein (Lese-)Vergnügen! 

"My New Year's resolution :)"

 

Da mach ich mit! 

 

Seit ich hier bei Booklikes bin, habe ich es vermieden an einer Challenge teilzunehmen, weil ich mich nicht so unter Druck setzen wollte. Und jetzt sitze ich zu Beginn eines neuen Jahres hier und versuche mich zu erinnern, welche Bücher ich im letzten Jahr alles gelesen habe und bekomme sie einfach nicht mehr zusammen. Deshalb: dieses Jahr wird gelesen UND darüber Buch geführt! Optimalerweise gibts dann Ende 2014 hier 52 gelesene Bücher UND 52 Rezensionen dazu. 

 

Mal sehen ob' klappt. :)

 

Außerdem habe ich einen zweiten Vorsatz, der vielleicht in Euren Ohren etwas seltsam klingt: Bisher war mein Grundsatz "Fertiglesen!". Selbst wenn mich Bücher eigentlich gelangweilt haben, konnte und wollte ich nicht loslassen, sondern habe mich mit aller Gewalt durchgequält (bzw. es versucht). Was dazu führte, dass heute noch Bücher auf meinem Nachttisch liegen, die ich vor ca. 5 Jahren zu lesen begonnen habe (und die vermutlich auch noch die nächsten 5 Jahre dort verbringen werden). Daher mein Vorsatz für dieses Jahr: Wenn das Buch mir nicht gefällt, werde ich abbrechen. Es gibt zuviele andere Bücher, die auf mich warten und gelesen werden wollen...

 

Habt Ihr auch Vorsätze fürs neue Jahr? 

Mein letztes Buch 2013: Die Dienstagsfrauen zwischen Kraut und Rüben

Die Dienstagsfrauen zwischen Kraut und Rüben: Roman - Monika Peetz

Hallo Ihr Lieben! 

 

Wie schön, dass Ihr noch da seid! In den letzten Monaten habe ich es einfach aus zahllosen Gründen nicht geschafft hier weiter regelmäßig zu posten. Aber, mal abgesehen von den letzten (stressreichen) Wochen des vergangenen Jahres, regelmäßig gelesen habe ich trotzdem! 

 

Mein letztes Buch im letzten Jahr waren Die Dienstagsfrauen, diesmal zwischen Kraut und Rüben.

Ich mochte bereits die ersten beiden Teile sehr und habe mich schon drauf gefreut, seit ich es in den Regalen erblickt habe. Bei den Dienstagsfrauen weiß man einfach was man bekommt: fünf sympathisch unperfekte und ganz unterschiedliche Frauen die gemeinsam durch Dick und Dünn gehen und dabei das ein oder andere Abenteuer gemeinsam durchleben. 

Dieses Mal verschlägt es sie zur Mecklenburgischen Seenplatte, wo Kiki gemeinsam mit Mann und Kind von einem romantischen Leben inklusive selbst angebautem Obst und Gemüse auf einem eigenen Bauernhof mit angegliedertem Bed & Breakfast träumt. Leider spielt das Leben mal wieder ganz anders als erträumt: Kiki findet eine Bruchbude vor, in die es hineinregnet, und die Felder sind weit entfernt von fruchtbar. Und so erhalten die anderen Dienstagsfrauen einen verzweifelten Hilferuf und rücken an um zu helfen, jede mal wieder mit einem eigenen Päckchen Probleme bepackt. Und dann ist da auch noch der mysteriöse Mann, Kiki's einziger Gast, der sich trotz der fragwürdigen Umstände bei Ihr einquartiert hat und sich äußerst seltsam verhält...

Die Dienstagsfrauen sind so sympathisch wie immer und es macht einfach Freude sie bei ihren neuen kleinen Alltagsabenteuern zu begleiten. Ihr könnt Euch sicher denken, dass das Konfliktpotential groß ist, wenn fünf Frauen aufeinandertreffen. Und diesmal fliegen auch ordentlich die Fetzen. Trotzdem ist das Buch ein reines Vergnügen, leicht zu lesen und extrem unterhaltsam für faule Urlaubstage. 

Einen Stern ziehe ich nur ab, weil der dritte Teil nicht an den sehr guten, überraschenden Plot-Twist des ersten Bandes anknüpfen kann. Aber eine Empfehlung für alle die auf der Suche sind nach angenehmer, kurzweiliger (und trotzdem nicht flacher) Unterhaltung. 

 

XOXO

Nicole

""Bücher haben eine Seele", pflegte Mica Sagong zu sagen. "Keiner muss die Seele eines Buches suchen. Die Seele des Buches findet den Leser. Das tut sie immer.""
Die wundersame Geschichte der Faye Archer -

Christoph Marzi

"Die wundersame Geschichte der Faye Archer"

"Sind Architekten nicht oft in der scheinbar hoffnungslosen Rolle eines Harry Potter, der mit seinen Künsten aufopferungsvoll die schwarze Magie eines Lord Voldemort bekämpft?
Gemessen an der Zahl der Widersacher, der aufgefahrenen Häme und dem persönlichen Opfer des einzelnen Architekten geht es Harry Potter allerdings noch vergleichsweise gut. "
Black Box BER -

 

 

 

 

Meinhard von Gerkan 

 

 

 

 

Und meine zukünftige Antwort, wenn ich (wieder mal) gefragt werde, warum ich meinen Beruf als Architektin aufgegeben habe. ;)

Neu in meinem Bücherregal... *klick*

...zwei hübsche DIY-Bücher, in die Ihr auf meinem Blog reinschauen könnt. 

 

Film Talk #1 - Das Kind

Hallo liebe Bücher-Narren!

 

Ich denke Ihr habt nichts dagegen hier auch mal über die Verfilmungen unserer Lieblingsbücher zu sprechen. :) Ich fang dann auch gleich mal an, denn gerade haben wir uns "Das Kind" als Film angesehen. 

 

 

Ich sags gleich vorneweg: Ich konnte mich mit Robert Stern auch in Gestalt von Eric Roberts (Bruder von Julia) nicht anfreunden. Er bleibt mir einfach zu fremd und nicht sympathisch genug. Im Film ist dieser Eindruck sogar noch stärker, weil man als Zuschauer seine Beweggründe oft nicht nachvollziehen kann. 

Auch sonst war der Film leider nicht so überzeugend. Richtig Spannung kam nur an ganz wenigen Stellen auf, manche Wendungen waren leider vorhersehbar und Simon, das Kind, hätte meiner Meinung nach besser besetzt werden können. Er bleibt im Großteil der Einstellungen irgendwie wächsern, was wohl Absicht ist um seine Krankheit  zu transportieren und anscheinend auch undurchschaubar und rätselhaft wirken sollte.  Der Funke ist einfach nicht so richtig übergesprungen im Vergleich zum Buch, wo er mir sehr gut gefallen hat. Auch das leicht Mysteriöse, das mich zu Beginn des Buches fasziniert hat, kam hier nicht wirklich zum Vorschein.

Und das Ende, herrje, das Ende hätte man kaum kitschiger gestalten können...

Einziger Lichtblick: Ben Becker als Borchert. Nicht nur großartig gespielt und einer der Charakter, der von Anfang an glaubwürdig rüberkommt, sondern auch sehr nah am Buch interpretiert, was mir gut gefallen hat. 

 

Alles in allem habt Ihr nicht viel verpasst, wenn Ihr diesen Film nicht gesehen habt. Schade.

 

XOXO 

Nicole

Spoileralarm

Das perfekte Opfer - leider nicht das perfekte Buch

Gone Girl: Das perfekte Opfer (Klappenbroschur) - Christine Strüh, Gillian Flynn

Inhalt:

 

„Was denkst du gerade, Amy?” Diese Frage habe ich ihr oft während unserer Ehe gestellt. Ich glaube, das fragt man sich immer wieder: Was denkst du? Wie geht es dir? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt? 

Genau diese Fragen stellt sich Nick Dunne am Morgen seines fünften Hochzeitstages, dem Morgen, an dem seine Frau Amy spurlos verschwindet. Die Polizei verdächtigt sogleich Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. Er schwört, dass das nicht wahr ist. In seinem Computer findet die Polizei merkwürdige Hinweise. Er erhält sonderbare Anrufe. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy?

 

 

Meine Meinung:

 

Herrje, seit Tagen, fast schon Wochen, schiebe ich diese Rezension jetzt schon vor mir her. Und es fällt mir selten schwer etwas zu diesem Buch zu schreiben. 

 

Nick's Ehefrau Amy ist von einem Tag auf den anderen plötzlich spurlos verschwunden. Die Polizei ist eingeschaltet und verdächtigt, wie sollte es anders sein, zunächst einmal den Ehemann. Parallel zu den heutigen Ereignissen, in denen sich Nick prompt bei einem Verhör in Widersprüche verstrickt, wird dem Leser Amy's Tagebuch serviert, beginnend mit dem ersten Tag ihrer Beziehung, dem Kennenlernen. 

Das Buch ist außergewöhnlich, ausgefallen, anders, nervenaufreibend auf seine Art, ein ständiges Schwanken zwischen schwarz & weiß und nahezu krankhaft bösartig. 

 

Leider beginnt es damit erst nach ungefähr der Hälfte der Lektüre!

 

Ich warne Euch ausdrücklich, ich weiß nicht ob ich das Weitere ohne zu spoilern hinbekomme, werde es aber versuchen: 

 

Ich wußte schon von einer Kollegin, dass ich durchhalten muss, weil der Anfang etwas langatmig ist. Ich hatte ja keine Vorstellung... Das Buch ist in 3 Teile geteilt: der Erste füllt bereits die Hälfte der Seiten. Er ist zu Beginn gähnend langweilig. Ich war richtig froh, als Amy dann endlich mal verschwunden war, denn daraufhin kam etwas Zug in die Story. Leider folgen dann fast endlos abwechselnd Berichte von Nick, wie er von der Polizei verdächtigt und verhört wird, von seinen seltsam unverständlichen Aktivitäten nachdem seine Frau verschwunden ist, und Tagebucheinträgen von Amy, die fast noch fragwürdiger anmuten. Ich weiß nicht ob ich diesen Teil durchgehalten hätte, wenn ich nicht gewußt hätte, dass es danach richtig abgeht. 

Und tatsächlich, Teil zwei überfällt den Leser ohne Vorwarnung so bösartig von hinten, dass einem fast die Luft wegbleibt. Und in dem Stil geht es dann auch weiter. Es ist eine Geschichte, die einen ganz wahnsinnig werden lässt und gegen Ende kommt man aus dem Kopfschütteln überhaupt nicht mehr hinaus (oder alternativ: aus heftigem Stirnrunzeln). 

 

 

Fazit? Fazit:

 

Was zunächst mit einem komischen Gefühl, seltsamer Stimmung und verwirrenden Widersprüchen beginnt, wird zur Psychofalle par Excellence. Aber bis dahin war es ein harter Weg. Natürlich ist Vorgeschichte wichtig für die weitere Story, aber so ausführlich? Ich persönlich bin der Meinung ich wäre auch mit weitaus weniger Informationen von der überraschenden Wendung der Story genauso überfallen worden. Also, hier ist es eine echt schwierige Entscheidung für mich die Anzahl der Sterne festzulegen, weil ich die Idee so ungewöhnlich und gut finde. Aber ich haderte teilweise mit mir ob ich weiterlesen soll. Ich denke 3 1/2 Sterne repräsentieren meine gemischten Gefühle am besten. 

 

 

 

 

Puh, geschafft. ^^

Zartbitter, Bitterzart

Bitterzart -

Inhalt: 

 

Ein Mädchen zwischen High School und Verbrechen, zwischen Liebe und Verantwortung

 

New York 2083: Wasser und Papier sind knapp, Kaffee und Schokolade sind illegal. Smartphones sind für Minderjährige verboten und um 24 Uhr ist Sperrstunde. Anyas erste große Liebe könnte so schön sein, wäre Win nicht der Sohn des Oberstaatsanwaltes, und sie nicht die Tochter von Leonyd Balanchine, dem Mafiaboss des berüchtigten Balanchine-Kartells. 

 

„Komm, wir gehen direkt zu meinem Vater“, sagte Win plötzlich.
„Und sagen ihm was?“
„Dass unsere Liebe so stark ist, dass er sie nicht verbieten kann.“

 

 

Meine Meinung: 

 

Hört sich an wie eine Dystopie, enthält aber bloss leichte Anklänge davon. Im Vordergrund steht das Leben von Anya, die es mit ihren 16 Jahren nicht gerade leicht hat: Ihre Eltern, die Köpfe der Schokoladen-Mafia, verlor sie mit 6 Jahren und heute obliegt ihr die Verantwortung für die Organisation nicht nur ihres Alltags, sondern auch dem ihrer beiden Geschwister und ihrer pflegebedürftigen Großmutter. Die Tatsache, die Tochter des ehemaligen Boss zu sein und eine ganze kriminelle Familie und deren zweifelhafte Absichten im Hintergrund zu wissen, macht es nicht unbedingt einfacher. Trotz dieser schwierigen Ausgangslage geht es aber in erster Linie um Anya persönlich: ihre Ängste, ihre Empfindungen angesichts des frühen Verlusts der Eltern, moralische Konflikte aufgrund der Familienaktivitäten mit denen Anya keineswegs einverstanden ist, die Probleme, die man als 16-jähriger Teenager in einer Welt mit Zugang zu illegalen Substanzen (Schokolade!) nun mal so hat und die erste große Liebe. Und auch hier geht es selbstverständlich nicht ohne Komplikationen zu: Win ist ausgerechnet der Sohn des neuen Oberstaatsanwaltes, welcher es gar nicht gerne sieht, dass sein Name in irgendeiner Form mit dem der Balanchines in Verbindung gebracht wird. Und obwohl Anya es mit aller Gewalt versucht, sie muss schnell lernen, dass man sich nun mal nicht aussuchen kann in wen man sich verliebt. 

Und wenn ihr jetzt denkt, ihr habt schon die ganze Geschichte in dieser kleinen Zusammenfassung gelesen, dann täuscht Ihr Euch. :) Anya erlebt noch viel mehr und erzählt davon in der Ich-Perspektive, wobei sie individuelle Sprünge macht und auch gerne mal den Leser direkt anspricht. Auf diese Weise ist man als Leser ganz nah bei Ihr. 

Die Sprache ist einfach und leicht zu lesen ohne banal zu werden. Ich hatte zwar mit mehr Thrill gerechnet, angesichts der zu erwartenden illegalen Aktivitäten aufgrund der scharfen rechtlichen Bestimmungen, aber das Buch ist so fließend geschrieben, dass ich, erst mal im Flow drin, immer weiterlesen wollte. Für Teenager und Junggebliebene zu empfehlen, generell gibt es in dem Genre aber eindrucksvollere Reihen. 

 

Nichtsdestotrotz fühle ich mich gut unterhalten und werde mit Sicherheit auch (mindestens) einen Blick in den Nachfolger Edelherb werfen, der ab 23. Oktober erhältlich ist. 

Reblogged from Olivia Smith... and her BookWorld:
Quelle: http://www.adazing.com/inspirational-reading-quotes-pt-3

Zeig mir Dein Smartphone und ich sage Dir, wer Du bist!

Nachricht von dir -

Dass dieses Buch seinen Weg zu mir gefunden hat, ist mehr oder weniger einem dummen Umstand zu verdanken. Letzte Woche war ich beruflich zwei Tage unterwegs und hatte so ein paar Stunden Zeit im Zug totzuschlagen. Ganz offensichtlich war das nicht ganz so mein Tag: ich rannte aus dem Haus um die U-Bahn noch zu erwischen und hatte meine Jacke vergessen, meine Uhr vergessen, hatte Kopfschmerzen und keine Tabletten dabei und als ob das noch nicht genug wäre *dudumm* der E-Reader lag schön sicher und gut aufgehoben auf meinem Nachttisch. (Mit "Silber" darauf, das übrigens immer noch darauf wartet fertig gelesen zu werden...)

Also stürzte ich beim Umsteigen in den nächstbesten Bahnhofsshop und musste binnen Sekunden eine Wahl treffen. Um "Nachricht für Dich" war ich bereits das ein oder andere Mal herumgeschlichen, also, ab in die Tasche. 

 

 

Inhalt: 

 

Als Madeline und Jonathan am Flughafen zusammenstoßen, denken sie nicht im Traum an ein Wiedersehen. Doch zuhause angekommen stellen sie fest, dass sie ihre Handys vertauscht haben. Sie beginnen, das Telefon des anderen zu durchstöbern, und entdecken, dass ihre Leben schon seit langem miteinander verknüpft sind – genau wie tiefe Wunden aus der Vergangenheit, die sie nun mit aller Macht einholen …

 

 

Meine Meinung:

 

Oh, ich mochte dieses Buch!

Madeline und Jonathan verwechseln am Flughafen bei einem kleinen, recht unerfreulichen Zusammenprall ihre Handys. Kaum zuhause angekommen nehmen sie Kontakt zueinander auf und wollen einen Austausch veranlassen. Bevor es jedoch dazu kommt, obsiegt die Neugierde auf beiden Seiten und sie beginnen sich durch das Smartphone des Gegenübers zu wühlen, dessen Welt plötzlich weit offen steht: E-Mails, Fotos, persönliche Verabredungen. Von jetzt an gibt es kaum ein Halten mehr, schnell ist aller Anstand und alle Vorsicht vergessen; erst einmal eingetaucht in die Welt des anderen, kann keiner der beiden mehr von den Entdeckungen lassen, die er im Telefon des Gegenübers macht. Und das ein oder andere gut gehütete Geheimnis ist plötzlich nicht mehr sicher. 

Was als Roman mit reizvollen Charakteren beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einem regelrechten Krimi, je mehr aus der Vergangenheit der beiden enthüllt wird. Dabei ergibt sich eine aufregende Konstellation zwischen den Hauptfiguren, bei denen, je mehr sie über den anderen herausfinden, das Bewußtsein und die Ängste wachsen, was der andere wohl in der Zwischenzeit mit dem Wissen über die eigene Person angestellt haben könnte. 

Am Ende wird es richtig temporeich und sehr spannend, so dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen will! Ein toller Genre-Mix mit charismatischen Figuren, der auf keiner Seite langatmig ist. 

 

Und jetzt lacht mich schon der nächste Musso an.... Sieben Jahre später. 

Das Grosse Los ... kann im Grunde jeder ziehen ...

Das große Los - Meike Winnemuth

Dieser Re-Post ist nicht nur notwendig, weil ich darin erwähnt werde, sondern weil ich das Buch um das es hier geht so großartig finde, und ich dennoch darüber hier noch gar nichts geschrieben habe... Zu meiner Verteidigung: Als ich es gelesen habe, wußte ich  noch gar nichts von der Existenz von Booklikes und mir fehlt einfach die Zeit, über die Bücher zu schreiben, die ich vor ein paar Monaten gelesen habe, wo ich doch schon damit ausgelastet bin über die Bücher zu schreiben, die ich vor kurzem gelesen habe oder grade lese (was auch oft genug hintenüber kippt). 

 

Meike Winnemuth, ihrerseits Journalistin & Freiberuflerin, schenkt uns hier ein Stück Lebensweisheit & Abenteuerlust, hübsch verpackt und in perfekter Dosierung. Ich habe es geliebt mit ihr zu reisen, durch 12 Städte in 12 Monaten, mit ihr zu (ver-)zweifeln an bestimmten Orten und Situationen und fast das Salz auf den Lippen gespürt und ein wenig Duft der Freiheit geschnuppert, während sie am Strand von Sydney stand. 

 

Manchmal hilft eben einfach nur 'machen'. Frei à la Kafka: 

 

Wege entstehen dadurch, dass man sie geht! 

 

Für mich ein großes Buch, von dem ich beim Zuklappen schon wußte, ich werde es wieder lesen. 

 

 

Und deshalb hab ich es gleich verschenkt um das warme Kribbeln in der Magengegend, das das Buch hinterlässt, zu teilen. Hier ist was Caro dazu zu sagen hat: 

(Und btw nochmal Willkommen auf booklikes, ich freu mich dass Du da bist!)

 

 

 

Re-Post:

 

 

"... allein der Mut muss da sein...

 

Meinen ersten Rezensions-Versuch widme ich der lieben Schenkerin "@papierflakes liest".

 

Inhalt: 

Sie wollte eigentlich bloß finanziell ein bisschen unabhängiger sein. Mehr dürfen, weniger müssen. Deshalb hat Meike Winnemuth bei "Wer wird Millionär?" mitgemacht. Zu ihrer Verblüffung räumt sie groß ab: 500 000 Euro. Und nun? Einfach weitermachen wie bisher? Sie entscheidet sich, 12 Monate frei zu nehmen und um die Welt zu gondeln. Es wird ein unglaubliches Jahr. Eines, das ihr Leben umkrempelt. Und das Beste: das viele Geld hätte sie dazu gar nicht gebraucht.

Doch was passiert, wenn man wirklich alles darf? Weiß man dann, was man will? Wie ist es, wenn man das Leben führt, von dem alle träumen? Meike Winnemuth erzählt von einer unglaublichen Reise in 12 Städte auf allen Kontinenten: Sydney, Buenos Aires, Mumbai, Shanghai, Honolulu, San Francisco, London, Kopenhagen, Barcelona, Tel Aviv, Addis Abeba, Havanna. Mit Tempo, Humor und viel Gespür für die Besonderheiten der Städte und ihrer Bewohner beschreibt Meike Winnemuth ihre Erfahrungen.

Vor allem aber geht es in "Das große Los" um Aha-Erlebnisse, Kulturschocks, den Rausch der Freiheit, das Glück des Zufalls und die Überraschungen, die man nicht zuletzt mit sich selbst erlebt.

 

Wie ich es fand:

Im Grunde sagt mein im Urlaub spontan entstandenes Foto alles aus, was ich in dem Moment empfunden habe, als ich es gelesen habe. Und ich kann es auch jetzt nicht besser ausdrücken

 

Leider ist mein Schweinhund grad wieder arg stur und zäh ... aber das Buch hat große Gefühle in mir hinterlassen." 

Reblogged from Lesemanie:
Die Hoffnung stirbt ja bekanntermaßen zuletzt :)
Die Hoffnung stirbt ja bekanntermaßen zuletzt :)

Kurzrezension: Das Kind

Das Kind -

Strafverteidiger Robert Stern ist wie vor den Kopf geschlagen, als er sieht, wer der geheimnisvolle Mandant ist, mit dem er sich auf einem abgelegenen und heruntergekommenen Industriegelände treffen soll: Simon, ein zehnjähriger Junge, zerbrechlich, todkrank - und fest überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Doch Robert Sterns Verblüffung wandelt sich in Entsetzen und Verwirrung, als er in jenem Keller, den Simon beschrieben hat, tatsächlich menschliche Überreste findet: ein Skelett, der Schädel mit einer Axt gespalten. Und dies ist erst der Anfang. Denn nicht nur berichtet Simon von weiteren, vor Jahren hingerichteten Opfern, schon bald wird auch die Gegenwart mörderisch ...

 

Mein Eindruck:

Von Anfang an spannend und rätselhaft, mit einem übersinnlichen Touch, aber trotzdem nicht zu abgedreht, mit überraschenden Wendungen. Kurzweilig und bis zum Ende fesselnd. Einen Stern muss ich trotzdem abziehen, da ich einfach mit den Hauptfiguren nicht so richtig warm geworden bin (abgesehen von Simon) und daher nicht so intensiv mitgefiebert habe.