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papierflakes

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Lesen kann ich gut. Darüber schreiben übe ich noch. 

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Bereits gelesen: 50/272 pages
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Reblogged from Ernestine:

I'm really sorry!

 

- I'm not. 

:)

Die Hummerschwester(n)

Die Hummerschwestern -

Inhalt: 

 

Ein Fleckchen Erde wird zur ganzen Welt

New Brunswick, Kanada. Ein kleines Haus am Rande einer zerklüfteten Steilküste. Hier leben die Schwestern Idella und Avis nach dem Tod der Mutter allein mit ihrem chaotischen Vater. In einer Welt, die aus nichts als Kartoffelfarmen, Hummerfallen, rauen Männern und harter Arbeit zu bestehen scheint. Wäre da nicht die liebenswerte Maddie, das französischsprachige Dienstmädchen, das sich nach einer Familie sehnt und aus alten Lumpen eine Puppe zusammennäht, die ihr Ein und Alles ist. Und der schrullige Doktor, der ein schreckliches Geheimnis hütet. Und natürlich Avis’ störrische Kuh Bossy, die eines Tages beinahe im Schlamm versinkt. Über sieben Jahrzehnte hinweg begleiten wir die unvergesslichen Schwestern von Kanada nach Neuengland, wo Idella in ihrem Gemischtwarenladen in Maine kauzige Einheimische bedient, während ihr Mann anderen Frauen nachstellt. Und wo Avis an einem stürmischen Wintertag etwas ganz Entscheidendes verliert ...

 

 

Meine Meinung:

 

Die Hummerschwestern konnten mich leider nicht so mitreißen, wie ich es mir nach dem Klappentext erhofft hatte...

Der Roman beginnt sehr stark, mit der Kindheit der Schwestern in der es interessante und spannende Familien-Konstellationen gibt und setzt damit eigentlich einen sehr guten Startpunkt für die Entwicklung der weiteren Geschichte. Das erste Drittel des Buches würde von mir auch locker mindestens 4 Sterne ernten. Leider hat es der Rest der in Episoden erzählten Geschichte dann nicht mehr geschafft mich als Leser bei der Stange zu halten. Zwar gibt es im Verlauf immer wieder Highlightepisoden, bei denen ich mich wieder mitgenommen fühlte in die Welt der Schwestern, aber dennoch wirkt die Geschichte im Ganzen etwas unstet. Es mag daran liegen, dass Beverly Jensen verstorben ist, bevor sie das Buch vollenden konnte und ihre Familie und andere Unterstützer das Manuskript weiterbearbeiteten um es zur Veröffentlichung zu bringen. Das kann aber auch einfach nur mein persönliches Empfinden sein.

Irgendwie enttäuscht hat mich aber, dass in einigen Episoden einfach nur jeweils eine Schwester auftaucht, während die anderen Geschwister teilweise recht stark vernachlässigt werden. Gerade nach dem Anfang bei dem die Familie so im Zentrum stand, hatte ich einfach eine andere Entwicklung der Storyline erwartet. 

 

Für die Urlaubslektüre und zur Unterhaltung in Ordnung, aber ich fürchte das mir dieses Buch nicht sehr lange im Gedächtnis bleiben wird. 

Das kann doch wohl noch nicht alles sein...

Wir fangen gerade erst an -

...dachte sich Märtha, das Leben muss doch noch mehr zu bieten haben als jeden Abend strickend vorm Fernseher im Altenheim einzuschlafen. Gesagt, getan. Und los geht's! Spontan marschiert sie in eine Bank und muss feststellen, dass man als älterer Mensch bei der Durchführung eines Banküberfalls nicht immer so ernst genommen wird, wie gewünscht. Der Bankberater beruhigt sie, ruft ihr ein Taxi und schickt sie mit den besten Wünschen nach Hause. Aber so nicht mit Märtha...

 

Inhalt: 

Auch im Herbst des Lebens sollte noch Leben in der Bude sein, sagen sich Märtha, Snille, Kratze, Anna-Greta und Stina und schmieden einen Plan: Sie müssen ein Verbrechen begehen, damit sie raus aus diesem Heim und rein ins Gefängnis kommen, denn dort ist man bekanntlich viel besser dran. Gutes Essen, keine Sparmaßnahmen, geregelter Freigang. Doch Planung und Durchführung eines Verbrechens sind gar nicht so einfach – vor allem, wenn man es ehrlich meint.

 

Meine Meinung:

Die fünf Herrschaften, alle jenseits der 70, beim Pläne-Schmieden unter Einfluss von Moltebeerenlikör zu erleben ist wirklich sehr amüsant. Die Geschichte ist erfrischend und herzerwärmend. Auch wenn man über ein grinsendes Schmunzeln nicht hinauskommt ist sie doch ein kurzweiliges locker-leichtes Lesevergnügen, das mit einigen überraschenden Wendungen aufwartet. Macht Spaß! 

Für IMMER und NIEMALS - die Geschichte einer unmöglichen Liebe

Warte auf mich -

Inhalt: 

 

Was wäre, wenn …
… ein Mann und eine Frau, die sich kaum kennen, sich zusammen in eine Geschichte stürzen, um darin Kopf und Kragen zu riskieren, ihr Leben aufs Spiel setzen, ihre Gefühle und Ängste in eine große, verzweifelte, wunderbare Liebe entlassen, die es niemals gab und die darum immer sein wird?
Auf einer Feier lernen sich der Erfolgsautor Philipp Andersen und die Schriftstellerin Miriam Bach kennen. Sie verbringen eine Nacht miteinander, in der fast nichts passiert – und in der sich doch alles verändert. Am nächsten Morgen tauschen sie ihre Adressen aus, schicken sich ihre Romane zu und verlieben sich über die Lektüre der Bücher hoffnungslos ineinander. Hoffnungslos, denn Philipp lebt seit vielen Jahren in einer glücklichen Ehe, und Miriam ist nicht bereit, die Rolle der Geliebten einzunehmen. Dennoch leben die beiden ihre leidenschaftliche Amour fou, kämpfen mit sich und ihrer Liebe. In ihrer Not beginnen sie, alles, was zwischen ihnen passiert, aufzuschreiben. Was wird am Ende ihrer Geschichten stehen? Das Scheitern und die unvermeidliche Trennung? Oder gibt es doch eine lebbare Liebe für sie?

 

 

Meine Meinung:

 

Ja, ich musste dieses Buch in einem Rutsch verschlingen. Hätte es eigentlich schon gerne gestern zu Ende gelesen, aber ich bin ja vernünftig und schlafe, wenn ich spüre, dass ich todmüde bin. Aber es bestand kein Zweifel, dass ich sofort nach dem Aufstehen weiterlese, einerseits mit dem Wunsch, es möge nie enden, aber andererseits voller Ungeduld auf ebendieses Ende. 

Ich habe das Buch gerade zugeschlagen und möchte am liebsten sofort wieder von vorne anfangen; bedaure gerade sehr, dass ich nur ein geliehenes Exemplar besitze und es daher nicht in meinem Bücherregal in der Kategorie Lieblingsbücher versenken kann. 

Es ist eine großartig erzählte, wunderschöne und doch so hoffnungslose Liebesgeschichte, wie sie das Leben schöner nicht schreiben kann. Philipp, Mitte 50, erfolgreicher Autor und Miriam, aufstrebende Jungautorin, 17 Jahre jünger als er, treffen aufeinander und wissen selbst nicht wie und was mit ihnen geschieht. Aber von diesem Tag an können Sie nicht mehr voneinander lassen, schreiben sich, telefonieren, arrangieren letztlich ein Treffen. Abwechselnd erzählen die beiden Hauptfiguren aus ihrer Perspektive, was dem Buch eine einzigartige Dynamik verleiht. Als Leser taucht man wechselseitig in ihre Gefühlswelten ein und fragt sich dabei die ganze Zeit, wieviel Fiktion und Wirklichkeit tatsächlich in diesem Buch stecken. Es ist spannend mitzuerleben, wie sich ihr gemeinsamer Weg entwickelt, die Zweifel, die von der wachsenden Liebe immer wieder beiseite gewischt werden, die Fragen, wohin soll das alles nur führen? So poetisch, mitreißend, verzweifelt, himmlisch und doch so realitätsnah beschrieben, dass man selbst die ganze Bandbreite der Emotionen mit den Protagonisten durchlebt und richtiggehend mitleidet und -liebt. 

 

Außergewöhnlich! Und für alle die gerne Liebesromane lesen eine uneingeschränkte Empfehlung.

"Sie klang, als wäre Frühling in ihr, Mai oder Juni. "

"Warte auf mich" von Philipp Andersen & Miriam Bach

"Ich finde, Literatur muß die Welt nicht zwangsläufig draußen vor der Tür lassen - im Gegenteil! Oft genug holt sie die Welt auch zu uns herein.
Vielleicht bin ich ein hoffnungsloser Romantiker, aber warum sollte das, was sich jemand für ein Buch ausgedacht hat, nicht auch im wahren Leben vorkommen können? Literatur kann ein wunderbarer Weg in die Wirklichkeit sein, weil sie uns die Augen öffnet für alles, was passieren kann. Was jeden Tag passieren kann! "

Antoine Bellier in "Die Frau meines Lebens" von Nicolas Barreau

Amour fou

Die Frau meines Lebens - Nicolas Barreau, Sophie Scherrer

Inhalt:

 

Eines Mittags sitzt im Pariser Lieblingscafé des passionierten Buchhändlers Antoine wie vom Himmel gefallen die Frau seines Lebens. Beim Hinausgehen wirft die schöne Unbekannte ihm ein Kärtchen mit einer Telefonnummer zu, die aber nicht mehr vollständig ist. Antoine hat nun zehn verschiedene Möglichkeiten und nur vierundzwanzig Stunden Zeit, um die Frau seines Lebens wiederzufinden … Ein federleichter und lebenskluger Roman über den wunderbaren Wahn der Liebe.

 

Meine Meinung:

 

Die Frau meines Lebens ist ein herrliches Buch in dem man einfach abtauchen und mitschwimmen kann. Ich war schon nach den ersten 10 Seiten begeistert, weil man sich Antoine, dem liebestollen Buchhändler und der Hauptfigur dieses Buches, einfach sofort verbunden fühlt. Sei es, weil man den Wahnsinn der Liebe auf den ersten Blick auch kennt oder, falls nicht, weil man ihn darum beneidet, wie er sich furchtlos hineinstürzt in den Liebestaumel, den die schöne Unbekannte in ihm auslöst.

Das Buch bleibt dabei herzerfrischend leicht & locker und wird nie kitschig, obwohl hier eine Liebesgeschichte par excellence und die Stadt der Liebe Paris verschmelzen wie Eis mit Schokosauce. 

Einen halben Stern Abzug gibt es weil die Geschichte zwar wunderbar erzählt, die ein oder andere Wendung aber durchaus vorhersehbar ist. Das tut dem Lesevergnügen dabei allerdings keinen Abbruch, weil darin so schön augenzwinkernde Sätze vorkommen wie dieser hier:

"Nachdem ich, überwältigt von Erkenntnis, im Angesicht der schicksalhaften Litfaßsäule, diesem Fingerzeig des Himmels, einen Moment der Schwäche gezeigt hatte und in Nathans Armen zusammensackte wie ein - in der Tat - nasser Sack, war ich den Rest des Heimwegs von einer Euphorie erfüllt, die mich geradezu über das Pflaster tanzen ließ."

 

Mir hat das Buch einfach Spaß gemacht, es ist eine tolle Urlaubslektüre und bestens geeignet wenn man mal wieder ein Buch mit Wohlfühlfaktor braucht. 

 

Und jetzt Ihr! 

Hallo Bookliker!

Da bin ich nun. Die liebe @Bucheule hat mich hierher gelotst, auf dass sich meine (zumindest gefühlt) kläglichen Versuche Rezensionen zu schreiben bald in Super-duper-Wahnsinns-Skills verwandeln mögen. Ich bin also hier um etwas herumzuexperimentieren. Mal sehen was dabei rumkommt...

 

 

Ich bin Nicole, leide notorisch unter Zeitmangel all das unter einen Hut zu kriegen, was ich gerne machen möchte (einschließlich des Lesens). Wenn ich lese, lese ich gerne morgens oder mittags oder abends, während des Essens, auf der Toilette, vor dem Schlafengehen. Bei weniger spannenden Büchern, nur vor dem Schlafengehen. Die wirken dann auch meistens wie ein Schlafmittel. Ich lese grundsätzlich immer mehrere Bücher gleichzeitig, je nach Lust und Laune. Wie bitte soll ich mich bei so einer Auswahl auf einen Titel beschränken? Es liegt also schon in der Natur meines Leseverhaltens, dass ich für manche Titel ein (naja, sagen wir) bißchen länger brauche. (Ja, ich habe auch ein Buch, das lese ich seit mehreren Jahren. *hust* Also mehr oder weniger, ach, Ihr wisst schon was ich meine...) Ich lese analog und digital. Und ich lese hörend. Das volle Programm also. Das hört sich nun an als würde ich enorm viel lesen, stimmt aber nicht. Manchmal lese ich tagelang gar nicht. 

In einem Satz: Ich bin ein Genuss-Leser. Wenn ich keine Lust mehr habe, geht gar nix mehr. 

 

Ich bin gespannt was mich hier Hübsches erwartet und freue mich auch hier neuen Lesestoff (in Buch- und in Blog-Form) zu finden. 

 

XOXO 

Nicole